Jochen Kulemann wird in seinen verdienten politischen Ruhestand verabschiedetJochen Kulemann wird in seinen verdienten politischen Ruhestand verabschiedet
Während einer kleinen Feier in der Deele in Germete, verabschiedeten die Fraktionsmitglieder der Bürgerunion und ihre Frauen, Jochen und Agnes Kulemann aus ihren  Reihen. Ein halbes Leben im Gemeinde- und Stadtrat und Kreistag mit all den Verpflichtungen, Entscheidungen und der Verantwortung für unsere Stadt und ihre Ortsteile.
All die Jahre war Jochen Kulemann nicht nur formal Stadtrat und 5 Jahre Bürgermeisterstellvertreter, sondern als Mensch waren Ihm die Geschicke und Entwicklungen in seinem Heimatort Nörde und der Hansestadt Warburg ein wichtiger Teil  seines Lebens, sie waren Ihm eine "Herzensangelegenheit".
Er hat sich auf das besonders aufwändige Feld der Politik begeben und viel seiner Freizeit geopfert. Wenn andere ihren Hobbys und privaten Vergnügen nachgegangen sind, hat er sich in Beratungen gestürzt, nachdem er in der Regel Pakete von Sitzungsvorlagen durchgearbeitet hatte.

Kommunalpolitik ist Selbstverwaltung der Bürgerinnen und Bürger. Das hat für ihn als Kommunalpolitiker auch bedeutet, eine besondere Kommunikation mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern, Gremien, Vereinen und Institutionen zu pflegen. Und vielleicht war dann oft noch Kritik der Lohn für das, was er im Rat und seinen Ausschüssen nach langen Beratungen beschlossen hatte. Die kommunalpolitische Arbeit ist bestimmt nicht vergnügungssteuerpflichtig.
 
Wenn man Jochen Kulemann beschreiben sollte, dann ist er der Kommunalpolitiker aus echtem Schrot und Korn. Ein Politiker, der genau das sagt, was er denkt, der sich nicht verbogen hat, der auch vor Wahlen unpopuläre Entscheidungen getroffen hat, wenn er von der Richtigkeit der Entscheidung überzeugt war. Wer Ihn näher kennt, hat auch den Menschen Jochen kennengelernt, der mit seinem verschmitzten Humor und seinem Witz seine Freunde, Fraktionsmitglieder und Stadtratskollegen begleitet hat. Und sie manchmal auch auf den Arm genommen hat.
Wenn man dann sieht, welche Aufgaben er in der Gemeinde Nörde noch übernommen hat, kann man ihm nur hohen Respekt zollen:
So war er viele Jahre als Vorsitzender und Oberst im Schützenverein in der Verantwortung und leitete 15 Jahre als Ortsvorsteher die Geschicke von Nörde und
war außerdem Mitglied in vielen Vereinen seiner Gemeinde.
Doch damit sind die Verdienste von Jochen Kulemann noch nicht erschöpft. Im Rückblick erscheint es einem direkt unheimlich, wie er das alles auf die Reihe gebracht hat.
Hier eine Auflistung seiner politischen Arbeit für Nörde, der Hansestadt Warburg und den Kreis Höxter:

• 6 Jahre von 1969 – 1975 Gemeinderat in Nörde
• 13 Jahre von 01.10.1984 – 31.12.1997 Ratsmitglied der Stadt Warburg
• 10 Jahre von 01.10.2004 – 31.05.2014 Ratsmitglied der Hansestadt Warburg
• 15 Jahre von 1999 – 2014 Ortsvorsteher des Ortsteiles Nörde
• 5 Jahre von 1989 – 1994 3. Stellvertretender Bürgermeister  der Stadt Warburg
• 5 Jahre von 2004 -  2009 Mitglied des Kreistages Höxter

Welche Lebenszeit und Kraft dahinter steckt, kann man nur erahnen. Dieser Respekt an sein Engagement wurde ihm auch fraktionsübergreifend entgegengebracht und manchen, nicht nur der Bürgerunion, werden seine klaren und unmissverständlichen Worte noch fehlen.
Unterstützung fand er immer bei seiner Frau Agnes, die ihrem Mann den Rücken freihielt und viel Geduld für seine kommunalpolitische Arbeit aufbrachte, denn hinter einem starken und politisch erfolgreichen Mann, steht immer eine starke Frau. Außerdem hat sie mit ihrem Einsatz in vielen Ehrenämtern in der Gemeinde Nörde dazu beigetragen, dass Jochen immer so gute Wahlergebnisse geholt hat, denn ein großer Teil der Stimmen war auch Anerkennung für die Arbeit von Agnes.
In Abwandlung der Aussage des athenischen Staatsmanns Perikles, sind Agnes und Jochen Kulemann gute Bürger, weil sie an den Dingen ihrer Gemeinde Anteil genommen haben und weiterhin werden.

Bild von links nach rechts
Gerhard Rose, Detlef Schlaß, Hermann Evers, Jochen Kulemann und der Fraktionsvorsitzende der Bürgerunion Wolfgang Gumm